20 Jahre MediaInterface - Vom Start-up zum Marktführer

20 Jahre MediaInterface

MediaInterface 2017 – das ist einer der Marktführer im Bereich der sprachbasierten medizinischen Dokumentation. Das ist ein grundsolides, mittelständisches Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern, das technische Innovation und Bodenständigkeit, Professionalität und Offenheit miteinander verbindet. Ein Unternehmen, das seit Jahren organisch wächst – und dem es trotzdem gelingt, das Authentische und Persönliche in der Kommunikation mit den Kunden zu wahren. 

Die 20-jährige Firmengeschichte von MediaInterface ist ein schönes Beispiel dafür, dass „beständig besser“ vielen Kunden inzwischen wichtiger ist als „schneller, weiter, höher“. Sie zeigt, dass Offenheit und Vertrauen belohnt werden - und dass man mit Kontinuität und organischem Wachstum als Mittelständler gegen global agierende Tech-Unternehmen bestehen kann. 

Wie alles begann

Mitbegründer Achim GröberDie Sprachtechnologie war von Beginn an eine Kernkompetenz der MediaInterface. Neben Dialogsystemen und Bildverarbeitungskomponenten war sie eines von drei Feldern, in denen sich das 1997 von Achim Gröber und drei Ingenieuren gegründete Unternehmen zu profilieren versuchte. Mit einem Team von 17 Mitarbeitern entwickelte man eigene Produkte und war in eine Reihe von Entwicklungs- und Forschungsprojekten involviert, u. a. für die Telekom, BASF und Siemens. Der Durchbruch gelang in den ersten Jahren trotz innovativer Produkte und überzeugender Projektergebnisse nicht. Es war Zeit, die Unternehmensstrategie grundlegend auf den Prüfstand zu stellen. 

Mit dem Einstieg des heutigen Geschäftsführers Robert Gröber im März 1999 begann ein Prozess der Fokussierung und die Bereiche Vertrieb und Support wurden verstärkt. Zusätzliche Dynamik gewann die Hinwendung zu einem stärker marktorientierten Denken im Jahr 2006 durch den Einstieg von Investoren. Statt „ins Blaue hinein“ vielversprechende Technologien zu entwickeln und anschließend nach potentiellen Kunden und Anwendungsfeldern zu suchen, begann man, konsequent vom Kunden her zu denken.

Weichenstellungen und Meilensteine

Fokussierung auf Sprachlösungen für das GesundheitswesenDie erste grundlegende Entscheidung der neuen Ära war die ausschließliche Konzentration auf die Sprachtechnologie, weil hier absehbar das größte Potenzial lag. Die zweite wegweisende Entscheidung war die Fokussierung auf Sprachlösungen für das Gesundheitswesen. In der Folge galt alle Aufmerksamkeit SpeaKING Dictat – dem Produkt, das unter dem Namen SpeechBase bereits seit den Anfängen des Unternehmens in einer Reihe von Arztpraxen im Einsatz war. In beiden Fragen lagen die Entscheider rückblickend goldrichtig: Die Spracherkennung zählt zu den Technologien der Stunde – und das Umsatzpotenzial im Gesundheitswesen wurde mit der damaligen Annahme von 2 bis 3 Millionen sogar deutlich unterschätzt. Heute erwirtschaftet MediaInterface einen Umsatz von mehr als 7 Millionen Euro.

Ein wichtiger Meilenstein war zudem die Veröffentlichung von Version 7 von SpeaKING im Jahr 2011. Sie brachte erhebliche Verbesserungen im Hinblick auf die Qualität der Spracherkennung und dokumentierte die Entwicklung von einem Produktentwickler zu einem Lösungsanbieter - denn flankierend wurde das Serviceportfolio konsequent ausgebaut, sodass MediaInterface bald alle Komponenten aus einer Hand bieten konnte, die in der medizinischen Dokumentation gefragt sind: von Beratung, Software und Hardware über Projekt und Support bis zur Einbindung eines externen Schreibdienstes. Das Unternehmen entwickelte das Selbstverständnis eines Problemlösers, der durch die jeweils individuelle Kombination einzelner Komponenten für jede Herausforderung eine überzeugende Lösung anbieten kann. 

Zwei Erfolgsgaranten: Kontinuität und Selbstbestimmung

Doch nicht nur die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit waren ausschlaggebend für den Erfolg. Auch die persönliche und verbindliche Kommunikation, die Bodenständigkeit und Authentizität im Auftreten kam gut bei den Kunden an. Während bei den Konkurrenten viel Unruhe herrschte, Besitzer und Ansprechpartner ebenso häufig wechselten wie die Produktstrategie, konzentrierte man sich in Dresden auf die eigenen Stärken und wuchs langsam, aber stetig. Allein die Mitarbeiterzahl hat sich seit der Firmengründung fast verdreifacht.

MediaInterface hat  alles daran gesetzt, sich seine Unabhängigkeit zu erhalten und ist heute der einzig verbliebene unabhängige Mittelständler in einem von Konzernen beherrschten Geschäftsfeld. Der Vorteil: Man hat die Entscheidungshoheit in allen wichtigen geschäftlichen Belangen. Die Anteile der Investoren wurden zurückgekauft, sobald es die Umstände und die Entwicklung des Geschäfts zuließen. 

Auch mit Blick auf den Vertrieb ging die Strategie auf: Obwohl die Arbeit mit Vertriebspartnern eine Multiplizierung der Kontakte versprach und eventuell ein schnelleres Wachstum ermöglicht hätte, hielt man am direkten Vertrieb fest. So behielt MediaInterface zu jeder Zeit den direkten Kontakt zum Kunden und wusste zu jeder Zeit aus erster Hand, wie das Produkt und die flankierenden Services beim Kunden ankommen. 

Ausblick

Entwicklung neuer ZukunftsvisionenMediaInterface hat den Anspruch, auch künftig Innovationen einzubringen und  mit Augenmaß zu wachsen. Gelingen soll das u. a. durch die Erweiterung des Einsatzgebietes von SpeaKING auf die ambulante und stationäre Pflege – eines der am schnellsten wachsenden Felder im Gesundheitswesen, das gleichzeitig vom digitalen Wandel bisher weitgehend unberührt blieb.

Mit Blick auf die Technologie sind weitere Investitionen in mobile Lösungen geplant. Mit der SpeaKING Workflow App ist ein wichtiger Schritt bereits getan. Ausbaufähig ist dagegen die Kompatibilität mit verschiedenen Technologieplattformen – so läuft die stationäre Version von SpeaKING bisher nur unter Windows, die mobile nur mit iOS von Apple. Positive Effekte für zahlreiche Anwender verspricht auch die verstärkte Kooperation mit Unternehmen, deren digitale Lösungen dem Arzt am Krankenbett die Erfassung und Verarbeitung von Informationen erleichtert.

Ein drittes perspektivisches Thema ist die Internationalisierung der Lösung. In einer Zeit, in der Klinikkonzerne über Landesgrenzen hinaus wachsen, kann eine Dokumentationslösung wie SpeaKING nicht an Sprachgrenzen halt machen. Nach zuletzt vielen neuen Kunden in Österreich und der Schweiz wird MediaInterface im Jahr 2017 erste Schritte auf den französischsprachigen Markt wagen.