„Integration ist die große Stärke von MediaInterface“

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Seit 12 Jahren setzt das Kardinal Schwarzenberg Klinikum im österreichischen Schwarzach beim digitalen Diktieren auf SpeaKING. Wir haben mit IT-Leiter Christian Mühlthaler über Herausforderungen bei der KIS-Integration, über das Potenzial der Spracherkennung in seinem Haus und die Dienste des MediaInterface-Partners KaRo ASS gesprochen.

Wie lange arbeiten Sie schon mit SpeaKING und welche Komponenten nutzen Sie?

Wir arbeiten schon seit mehr als zwölf Jahren mit SpeaKING und nutzen vor allem das digitale Diktieren unter Verwendung der Daten aus unserem KIS i.s.h.med. Dabei gibt es etwa gleich viele mobil und stationär arbeitende Anwender.

Verzichten Sie bewusst auf die Spracherkennung?

Wir nutzen die Spracherkennung bereits in Teilbereichen der Radiologie und der Pathologie und würden das Werkzeug in Zukunft gern breiter einsetzen. Wir in der IT merken jedenfalls, dass das Thema an Bedeutung gewinnt – bei den Mitarbeitern, aber auch seitens der Geschäftsführung. Wir werden das weiter im Blick behalten, weil wir darin die Chance sehen, die Sekretariate zu entlasten und weiteres Wachstum beim Umfang der zu verschriftenden Dokumente abzufangen.

 

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Wie ist die Verschriftung von Diktaten derzeit bei Ihnen im Haus organisiert?

Wir hatten sehr lange einen zentralen Schreibdienst, haben diesen aber noch vor Einführung des digitalen Diktats vor ca. 15 Jahren dezentralisiert. Ziel war es, die Sekretariate weiterzuentwickeln – weg von der reinen Schreibtätigkeit, hin zu einer Art Stationsmanagement, das auch Aufgaben wie das Aufnehmen der Patienten und die Kommunikation mit Zuweisern umfasst. Der Workflow sieht derzeit noch so aus, dass die Diktate an die Schreibkräfte übermittelt werden, in verschrifteter Form eine Korrekturschleife durchlaufen und dann im Sekretariat finalisiert werden. Das lässt sich sicher noch effizienter gestalten – ich denke da an das fallabschließende Diktieren durch die Ärzte selbst.

Wie ist die Integration mit dem KIS gelöst?

Das ist eine etwas komplizierte Geschichte, die den wechselnden Beteiligungen an unserem KIS i.s.h.med geschuldet ist. Als wir die erste Integration auf den Weg gebracht haben, war noch die T-Systems Österreich an der Technologie beteiligt. Die haben auch die Schnittstelle zum KIS geliefert, die wir als Pilotpartner für diese Konstellation implementiert haben. Durch den Ausstieg von T-Systems aus i.s.h.med gibt es in diesem Umfeld keine Erweiterungen mehr, somit hat die aktuell eingesetzte Schnittstelle keine Zukunft. Wir sind also gezwungen, zu migrieren. Es hätte sonst in absehbarer Zeit Probleme mit der Wartung und natürlich auch mit der Integration neuer Technologien und Anwendungen gegeben.

Und wie ist der aktuelle Stand?

Gerade läuft die Umstellung auf die neue SAP-Schnittstelle, und wir sind erneut Pilotpartner – diesmal für die Integration von SpeaKING mittels SAP-User-Connector. Bisher läuft alles nach Plan und zu unserer Zufriedenheit, aber es ist ein aufwendiger Prozess, der mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Um das Risiko zu senken, setzen wir das nicht in einem Schritt um, sondern stellen Dokumentenart für Dokumentenart, Bereich für Bereich um. Mit dieser Strategie sind wir bisher gut gefahren. Insgesamt halte ich die Integration für die große Stärke von SpeaKING.

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Eröffnet die Umstellung auf die neue Schnittstelle auch neue Optionen?

Ja, wir versprechen uns einen Mehrwert mit Blick auf den mobilen Workflow und wir haben jetzt die Chance, auch einen externen Schreibdienstleister einzubinden. Das könnte dazu beitragen, Belastungsspitzen bei den Sekretariaten abzufedern.

Sie nutzen auch die Dienste von KaRo ASS, einem weiteren Partner der MediaInterface.

Es ist ja allgemein bekannt, dass SAP-Oberflächen nicht gerade ein Muster an Nutzerfreundlichkeit sind. Die Ästhetik erinnert hier immer noch ein wenig an die 90er-Jahre. Wir wollen es den Nutzern bei uns im Haus – gerade in der Pflege, aber auch den Ärzten – so einfach wie möglich machen. Mit der Lösung von KaRo ASS bleiben die Daten im SAP, aber es wird eine modernere, intuitiv zu bedienende Oberfläche über die Anwendung gelegt. Wir starten die ersten Applikationen im Jänner 2020, das betrifft die Wund-Dokumentation und eine Applikation zur Dienstübergabe in der Pflege.

Ist die Entscheidung für KaRo ASS unabhängig von der Partnerschaft mit MediaInterface gefallen?

Nein, das hängt schon eng zusammen. Wir haben KaRo ASS erst über MediaInterface kennengelernt und das Angebot war für uns auch nur relevant, weil es einen starken Partner im Hintergrund gibt. Ansonsten sind wir aus Gründen der Investitionssicherheit angehalten, bei kleineren Firmen zurückhaltend zu agieren. Aber so hat uns das mit Blick auf die langfristige Perspektive überzeugt – zumal sich mit Einführung der Spracherkennung weitere Potenziale erschließen lassen. Die KaRo ASS-Anwendungen lassen sich nämlich nicht nur mit der Maus und über eine Touch-Oberfläche steuern, sondern auch per Sprachbefehl. Das wäre dann ein weiterer Anwendungsfall. 

Wie fällt insgesamt Ihr Fazit zu SpeaKING und MediaInterface aus?

MediaInterface ist für uns prinzipiell ein verlässlicher, langjähriger Partner, mit dem wir sehr zufrieden sind. Es war über die gesamten zwölf Jahre eine fruchtbare Partnerschaft.

 

Leistungsumfang

  • Nutzung der Diktat-Integration in i.s.h.med
  • Automatische Nutzerverwaltung mittels Active-Directory- und SAP-User-Connector
  • Entwicklungspartner für die Integration von KaRo ASS

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Porträt Kardinal Schwarzenberg Klinikum

Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum ist ein Haus in der Trägerschaft der Töchter der christlichen Liebe (Barmherzige Schwestern) der Provinz Salzburg. Es beschäftigt 1479 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten. 13 Primariate bilden die medizinischen Säulen des Hauses. Neben hochwertiger Basisversorgung bietet jede Abteilung ausgewählte Spitzenmedizin mit überregionaler Bedeutung.

Bei komplexen medizinischen Fragestellungen ist das Know-how verschiedener Fachrichtungen, Abteilungen und Berufsgruppen gefragt. Zu den Schwerpunkten zählen dabei u. a.: Geburtshilfe, Interdisziplinäre Gefäßzentrum, Stroke Unit, Schlaflabor, Operative Tagesklinik sowie Palliative & Supportive Care.

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